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DAB

Dortmunder Actien Brauerei (DAB)

1868 als Dortmunder Bierbrauerei Herberz & Co. gegründet, wurde das Unternehmen 1872 in die Aktiengesellschaft Dortmunder Actien-Brauerei vormals Herberz & Co. und seit 1877 Dortmunder Actien-Brauerei AG umgewandelt. Die Gründer und frühen Hauptaktionäre Heinrich Herberz, Heinrich und Friedrich Mauritz stammten aus Uerdingen, Laurenz Fischer aus Euskirchen. Die Gruppe Herberz und Mauritz war an Bergbauunternehmen beteiligt. Heinrich Herberz führte in Dortmund einen Kohlen- und Koksgroßhandel, Friedrich Mauritz eine Kohlenhandlung in Uerdingen.
1886 erreichte die Brauerei einen Absatz von 100.000 Hektolitern, kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges war der Ausstoß auf nahezu eine Viertel Million Hektoliter angewachsen. Seit 1917 erfolgte die Übernahme einer Reihe von Dortmunder und anderen Braustätten. So gingen u.a. die Tremonia-Brauerei Friedrich Lehmkuhl, die Klosterbrauerei Gebrüder Meininghaus und die Heinrich Stade Brauerei in der DAB auf. Mit einem Jahresausstoß von 764.000 Hektolitern zählte die DAB 1929/30 zu den größten deutschen Brauereien der Zwischenkriegszeit.

Nach dem Krieg nahm die Gesellschaft einen stürmischen Aufschwung. Bereits im Geschäftsjahr 1958/59 erreichte sie als zweite deutsche Brauerei eine Jahresproduktion von 1.000.000 Hektolitern.
Seit 1970 kam es zur Übernahme, Mehrheitsbeteiligung und zum Erwerb von Marken- und Lieferrechten von u.a. folgenden Firmen: Dortmunder Hansabrauerei AG; Lindenbrauerei-GmbH, Unna; Sinalco AG, Detmold (Verkauf 1989); Osnabrücker Aktien-Brauerei AG; Privatbrauerei C.H. Andreas in Hagen und der Dortmunder Kronen- mit der Thier- und Stifts-Brauerei.
1983 wurden die Produktion und die Verwaltung vom alten Standort an der Rheinischen Straße an den Sitz der Hansa-Brauerei Steigerstraße verlegt, wo die DAB eine neue Braustätte errichtet hatte. 1991 übernahm die Binding-Brauerei AG das Aktienpaket „DAB“ innerhalb des Oetker-Konzerns, der seit dem Ende der 1960er Jahre einen großen Teil des Aktienkapitals der DAB hielt. Die Binding-, heute Radeberger-Gruppe, zu der die DAB gehört, rangierte 1999 mit einer Produktion von 9,8 Millionen Hektolitern an der Spitze der deutschen Braukonzerne.